Behandlungen

Kryolipolyse

Was ist Kryolipolyse?

Unter Kryolipolyse (von altgriechisch κρύος kryos = „Frost, Eis“, λίπα lipa = „fett“ und λύσις lysis = „Lösung, Auflösung“) versteht man die Verminderung von Fettzellen durch lokale Anwendung von Kälte zu kosmetischen Zwecken.

Wie funktioniert es?
Was passiert mit den Fettzellen?
Wissenswertes zu Apoptose (Zelltod)
Die Vorteile der Kryolipolyse
Kontraindikationen

Wie funktioniert es?

Das Verfahren basiert auf der lokalen Anwendung von Kälte und wurde von der Harvard-Universität entwickelt . Die Wirkung beruht auf der Tatsache, dass Fettzellen kälteempfindlicher sind als alle anderen Gewebearten. Ein nicht invasiver Applikator wird am gewünschten Bereich angebracht, dieser kühlt die Haut kontrolliert auf ca. 3 Grad und diese Temperatur wird über 40 Minuten gehalten.
Die Kühlplatten entziehen die Energie aus dem darunter liegenden Fettgewebe und schützen gleichzeitig andere Gewebearten wie Haut, Nerven und Muskeln. Die kälteempfindlichen Fettzellen überstehen diese Prozedur nicht und werden innerhalb von 2-4 Monaten Schritt für Schritt vom Körper abgebaut. Dadurch wird die Dicke der Fettschicht reduziert.

Die Behandlung ist schmerzlos, wird ambulant im Liegen durchgeführt und führt normalerweise zu keinerlei Beeinträchtigung der Patienten. Berufliche Tätigkeit und Sport sind normalerweise nach der Behandlung direkt am selben Tag wieder möglich.

Was passiert mit den Fettzellen?

Durch die Behandlung entsteht eine Kälteexposition, die einen Zelltod( Apoptose) der Fettzellen verursacht. Dies führt zur Freisetzung Entzündungsmediatoren. In den Wochen nach der Behandlung bauen Entzündungszellen die betroffenen Fettzellen schrittweise ab. Lipide werden langsam aus den Fettzellen freigesetzt und abtransportiert. Dies erfolgt größstenteils über die Lymphe, Leber und den Stuhlgang. Fett das nicht verstoffwechselt wird, nimmt der Körper wieder auf und lagert sie als in den Fettzellen ein. Der Abbauprozess wird mit der Stosswellen-Therapie aktiv unterstützt. Für ein gutes Ergebnis einer Kryolipolyse-Behandlung ist ein guter Stoffwechsel sehr wichtig. Die Wirksamkeit konnte in umfangreichen Studien belegt werden.

Wissenswertes zu Apoptose (Zelltod)

Cryoliporeduktion folgt dem Prozess als Apoptose, dem programmierten Zelltod – ein „Selbstmordprogramm“ einzelner biologischer
Zellen. Im Gegensatz zum anderen bedeutenden Mechanismus des Zelltodes, der Nekrose, wird die Apoptose von der betreffenden
Zelle selbst aktiviert und ist somit natürlicher Teil des Zellstoffwechsels. Diese Form des Zelltods unterliegt strenger Kontrolle, die
betreffende Zelle geht, ohne Schädigung des Nachbargewebes, zugrunde. Die Apoptose verursacht ein natürliches Schrumpfen der
Fettzelle. Elimination ist hier schrittweise natürlich – ohne eine Erhöhung von Fettanteil oder Auswirkung auf die Leber.

Das Verfahren basiert auf 3 Phasen:

  • In der ersten Phase wird die Zelle, die Teil des Gewebes ist, vom Rest der umgebenden Zellen getrennt.
    Das Volumen des Zytoplasmas (Zellinneren) nimmt ab und kondensiert.
  • In der zweiten Stufe verformt sich die Zellmembran und die Zelle umfasst das Material im Inneren der Zelle,
    die keine Änderungen erfahren hat. Jedes dieser Fragmente bildet ein sogenanntes apoptotisches Körperchen.
  • In der letzten Phase werden die apoptotischen Körper als Fremdkörper durch die umgebenden Zellen und
    Makrophagen erkannt und abgetrennt. Dieser Mechanismus ist so wirksam,daß keine entzündliche Reaktion
    auftritt – ein großer Unterschied zur Zellnekrose.

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Die Vorteile der Kryolipolyse:

  • medizinisch zugelassene und risikoarme Methode
  • nahezu schmerzfreie Behandlung (keine Betäubung nötig)
  • die Haut bleibt intakt
  • Schonendes, nebenwirkungsarmes, nicht-invasives Verfahren
  • keine Ausfallzeiten nach der Behandlung
  • Fettzellen werden auf natürliche Weise aus dem Körper abgeleitet
  • Deutlich sichtbare Effekte werden oft bereits mit einer Sitzung erzielt (endgültige Wirkung ist nach 2 bis 3 Monaten zu sehen)

Sichtbarer Erfolg nach den ersten Sitzungen

Kontraindikationen

  • Starkes Übergewicht
  • Narbengewebe
  • Hauterkrankungen im Behandlungsareal
  • Stoffwechselerkrankungen
  • Fettleibigkeit (Adiposidas)
  • Schwangerschaft
  • Immungeschwächte Personen
  • Leber und Nierenerkrankungen
  • Fettgewebserkrankungen
  • Kälte- oder Druckurtikaria (Nesselsucht)
  • Kryoglobulinämie (Kältekrankheit)

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